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Entscheidung

Was nach dem Launch kommt: Wartung, Updates und wer sie macht

Eine Website ist mit dem Livegang nicht fertig. Was laufend anfällt, was passiert, wenn es niemand macht — und woran Sie einen sinnvollen Betreuungsvertrag erkennen.

19. September 20263 Min Lesezeit

Schraubenschlüssel auf einem Wartungsplan mit abgehakter Liste und Kalenderraster.

„Und dann ist sie fertig?" — die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch. Die ehrliche Antwort: Der Launch ist der Anfang. Nicht, weil ständig etwas kaputtginge, sondern weil sich um eine Website herum laufend die Welt ändert: Browser, Vorschriften, Öffnungszeiten, Leistungen.

Was tatsächlich laufend anfällt

Sicherheitsupdates. Bei Systemen wie WordPress betrifft das Kern, Theme und jedes einzelne Plugin, oft monatlich. Eine nicht aktualisierte Seite ist der häufigste Weg, auf dem kleine Websites gekapert werden.

Inhalte. Neue Leistung, Personalwechsel, geänderte Ordinationszeiten, Urlaubsvertretung. Das sind die Änderungen, die wirklich anfallen — und die am längsten liegen bleiben.

Rechtliches. Cookie-Lösungen und Pflichtangaben ändern sich, ohne dass jemand Bescheid sagt.

Technik drumherum. Domain und Zertifikate laufen ab. Jemand sollte merken, wenn die Seite nicht erreichbar ist — am besten nicht die Kundschaft.

Was passiert, wenn es niemand macht

Die Seite bricht nicht am nächsten Tag zusammen. Sie verfällt langsam. Veraltete Öffnungszeiten, ein Kontaktformular, dessen Nachrichten seit Monaten niemand bekommt, irgendwann eine Sicherheitslücke.

Der teuerste Fall ist der, den wir am häufigsten sehen: Nach drei Jahren ohne Pflege lässt sich nichts mehr aktualisieren, ohne dass etwas zerbricht. Der fällige Relaunch kostet dann mehr, als die Betreuung in der ganzen Zeit gekostet hätte.

Was Sie selbst übernehmen können

Nicht alles muss extern laufen. Inhalte zu pflegen — Zeiten, Team, Leistungen — kann jeder, sofern die Website dafür gebaut ist. Genau darin liegt der Punkt: Ob Sie selbst Hand anlegen können, entscheidet sich beim Bauen und nicht danach.

Was Sie nicht selbst machen sollten, sind Updates am System und alles, was schiefgehen kann, während Sie gerade Patienten behandeln.

Woran Sie einen sinnvollen Vertrag erkennen

Änderungen sind enthalten, nicht extra. Wenn jede Kleinigkeit einzeln verrechnet wird, ruft niemand an — und die Seite veraltet trotz laufendem Vertrag.

Ein Ansprechpartner, der die Seite kennt. Ein Ticketsystem, in dem jedes Mal jemand anderes antwortet, kostet Sie genau die Zeit, die Sie sparen wollten.

Klar, was drin ist. Hosting, Domain, Updates, Änderungen, Erreichbarkeit — und ebenso klar, was nicht.

Monatlich kündbar. Wer seine Arbeit für gut hält, braucht keine Zweijahresbindung.

Sie kommen jederzeit raus. Im Fall der Fälle nehmen Sie Ihre Website mit auf einen eigenen Server. Alles andere ist eine Geiselnahme.

Unser Fazit

Rechnen Sie die laufenden Kosten von Anfang an mit, statt sie nach dem Launch als Überraschung zu erleben. Und achten Sie weniger auf den Betrag als darauf, ob Änderungen enthalten sind. Daran entscheidet sich, ob die Seite in zwei Jahren noch stimmt — und nicht am Preisschild.