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Domain und E-Mail unter eigenem Namen: die Basics richtig aufsetzen

Wem die Domain gehört, warum die Gmail-Adresse Vertrauen kostet und welche Fallen beim Umzug warten. Die Grundlagen, die später Ärger sparen.

17. September 20262 Min Lesezeit

Briefumschlag und ein Blatt mit der Überschrift „Domain“ als Sinnbild für Adresse und Postfach.

Domain und E-Mail sind das unspektakulärste Thema rund um eine Website — und das, bei dem wir die meisten Altlasten aufräumen. Meistens geht es um dieselben zwei Fragen: Wem gehört das eigentlich, und warum kommt die Post nicht an?

Die wichtigste Frage: Wem gehört die Domain?

Die Domain sollte auf Sie registriert sein. Nicht auf die Agentur, nicht auf den Neffen, nicht auf die Firma, die vor zehn Jahren die Seite gebaut hat. Sonst gehört Ihnen Ihre eigene Adresse nicht.

Bei .at-Domains lässt sich das über die Registrierungsstelle nic.at nachsehen: Dort steht, wer als Inhaber eingetragen ist. Steht da nicht Ihr Name oder Ihre Firma, lassen Sie das ändern — solange das Verhältnis noch gut ist. Wenn es das nicht mehr ist, wird es mühsam.

Bei unseren Projekten läuft die Domain immer auf den Kunden. Wir verwalten sie, gehören tut sie Ihnen.

Warum die Gmail-Adresse Vertrauen kostet

Eine Adresse wie praxis.muster@gmail.com auf einer sonst sauberen Website ist ein Bruch. Sie signalisiert, dass hier etwas nicht zu Ende gedacht wurde — und bei Gesundheitsberufen kommt die Frage dazu, wo die Nachrichten eigentlich landen.

Eine Adresse unter der eigenen Domain kostet wenig und wirkt sofort. Es gibt zwei Wege:

Weiterleitung. Die einfachste Variante: Mails an die neue Adresse landen in Ihrem bestehenden Postfach. Kostet meist nichts extra und reicht für die meisten Betriebe.

Echtes Postfach. Sinnvoll, wenn Sie auch unter der Adresse senden wollen oder mehrere Personen Zugriff brauchen. Kostet wenige Euro im Monat.

Ein technischer Punkt, der gern vergessen wird: Wer unter eigener Domain versendet, sollte die Versandfreigaben im Domain-Eintrag hinterlegen lassen. Fehlen sie, landen Ihre Mails beim Empfänger im Spam-Ordner — und Sie erfahren nie davon.

Beim Umzug aufpassen

Kündigen Sie nichts, bevor umgezogen ist. Eine gekündigte Domain kann weg sein, bevor jemand reagiert.

Alte Adressen weiterleiten. Jede bisherige Unterseite sollte auf ihre neue Entsprechung zeigen, sonst verlieren Sie Google-Platzierungen, die Sie sich über Jahre erarbeitet haben.

Zugangsdaten vorher sammeln. Registrar, Hosting, E-Mail, Google-Profil. Vor dem Umzug, nicht danach — und nicht erst, wenn der bisherige Betreuer nicht mehr antwortet.

Unser Fazit

Das Thema ist unglamourös, entscheidet aber, ob Sie im Ernstfall handlungsfähig sind. Zwei Minuten Prüfen genügen: Steht Ihr Name als Domain-Inhaber, und erreicht Sie Post unter Ihrer eigenen Adresse? Wenn beides zutrifft, haben Sie das Wesentliche beisammen.