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Fotos für die Praxis-Website: Handy, Stock oder Fotograf?
Bilder entscheiden den ersten Eindruck schneller als jeder Text. Wann Stockfotos schaden, was ein Handy heute schafft und wofür sich ein Fotograf wirklich rechnet.
15. September 20262 Min Lesezeit

Erstgespräch
Kostenlos beraten lassenBesucher entscheiden in Sekundenbruchteilen, ob sie bleiben — und sie entscheiden am Bild, lange bevor sie den ersten Satz gelesen haben. Bei lokalen Betrieben wiegt das besonders schwer: Wer eine Praxis sucht, möchte sehen, wohin er geht und wer ihn dort erwartet.
Warum Stockfotos oft schaden
Das lachende Team vor weißem Hintergrund steht auf tausenden Seiten. Man erkennt es sofort — und es sagt genau das Gegenteil von dem, was es soll: Hier ist niemand, den man herzeigen möchte.
Dazu kommt ein handfester Nachteil. Ein Foto Ihrer echten Ordination hilft Menschen, die zum ersten Mal kommen: Sie erkennen den Eingang wieder. Das nimmt Hemmung, gerade in Gesundheitsberufen.
Es gibt Ausnahmen. Für abstrakte Themen oder als Hintergrundmotiv sind gekaufte Bilder in Ordnung. Für Menschen und Räume fast nie.
Was ein Handy heute schafft
Mehr, als die meisten denken — wenn zwei Dinge stimmen:
Licht. Tageslicht von der Seite, keine Deckenleuchte direkt darüber, kein Gegenlicht aus dem Fenster. Ein bewölkter Vormittag ist ideal.
Ruhe im Bild. Aufräumen kostet nichts und bringt mehr als jede Kamera. Kabel, Papierstapel und volle Ablagen fallen auf dem Foto stärker auf als im Raum.
Für Raumaufnahmen, Detailbilder und den Eingangsbereich reicht das in aller Regel.
Wofür sich ein Fotograf rechnet
Porträts. Menschen gut aussehen zu lassen, ohne dass es gestellt wirkt, ist Können. Und das Porträt ist das Bild, das am längsten bleibt.
Das große Bild ganz oben. Es trägt die halbe Startseite. Wenn genau ein Bild professionell sein soll, dann dieses.
Ein halber Tag deckt meist alles ab, was eine kleine Website braucht, und die Bilder halten Jahre.
Drei Dinge, die technisch zählen
- Groß aufnehmen, klein ausliefern. Bilder direkt aus der Kamera bremsen jede Seite aus. Das gehört beim Einbauen erledigt, nicht von Ihnen.
- Querformat für breite Flächen. Hochformat lässt sich am Desktop kaum sinnvoll einsetzen — fragen Sie vorher, welche Formate gebraucht werden.
- Einwilligung bei Personen. Wer aufs Bild kommt, muss zustimmen: bei Mitarbeitenden am besten schriftlich, Patientinnen und Patienten gehören grundsätzlich nicht ins Bild.
Unser Fazit
Echte Bilder schlagen gekaufte fast immer, und ein aufgeräumter Raum bei gutem Licht schlägt teure Technik. Investieren Sie dort, wo es zählt — in die Porträts und in das eine große Bild oben. Den Rest können Sie selbst machen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte zu Ihrem konkreten Fall wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.