Kosten
Woran Sie ein gutes Website-Angebot erkennen
Zwei Angebote, 900 und 6.000 Euro, scheinbar dasselbe Ergebnis. Welche Punkte den Unterschied ausmachen und welche Fragen Sie vor der Unterschrift stellen sollten.
21. September 20263 Min Lesezeit

Erstgespräch
Kostenlos beraten lassenWer drei Angebote einholt, bekommt drei Zahlen, die kaum vergleichbar sind. Das liegt selten an Unehrlichkeit, sondern daran, dass „eine Website" so ziemlich alles bedeuten kann. Diese Punkte trennen ein belastbares Angebot von einer Zahl auf einem Blatt Papier.
Was im Angebot stehen sollte
Seitenanzahl und Umfang. Nicht „Website", sondern welche Unterseiten konkret. Alles, was hier offenbleibt, wird später zur Diskussion.
Wer die Texte schreibt. Der größte versteckte Posten überhaupt. Steht es nicht drin, schreiben Sie sie — und das Projekt liegt, bis Sie dazu Zeit finden.
Wer die Bilder liefert. Dieselbe Frage, dieselbe Wirkung.
Rechtsseiten. Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Lösung: enthalten oder nicht?
Was nach dem Launch gilt. Hosting, Domain, Updates, Änderungen — und zu welchem Preis.
Ein Termin. Nicht „zeitnah", sondern ein Datum und die Angabe, wovon es abhängt.
Woher die Spanne kommt
Zwischen 900 und 6.000 Euro liegen selten schönere Pixel, sondern fast immer dieselben Posten: Wird das Design für Sie entworfen oder ein gekauftes Theme angepasst? Schreibt jemand die Texte? Werden Fotos gemacht? Wie viele Abstimmungsrunden sind vorgesehen? Und wie viel Arbeit steckt in dem, was man nicht sieht — Ladezeit, Struktur für Google, Datenschutz?
Das günstigere Angebot ist deshalb nicht schlechter. Es ist ein anderes Paket. Problematisch wird es erst, wenn die Unterschiede nirgends stehen und Sie sie nach der Unterschrift entdecken.
Die Fragen, die viel verraten
- Wem gehört die Website am Ende? Kann ich sie mitnehmen, wenn wir uns trennen?
- Was kostet eine Änderung nach dem Launch? Kommt darauf keine klare Antwort, wird es später teuer.
- Auf welcher Technik läuft das? Nicht, weil Sie es beurteilen müssten — sondern weil eine klare Antwort zeigt, dass jemand weiß, was er tut.
- Darf ich zwei Kunden anrufen? Referenzen, die man tatsächlich kontaktieren kann, sagen mehr als jede Bildergalerie.
- Wer arbeitet wirklich daran? Bei größeren Agenturen ist der Mensch im Erstgespräch selten der, der baut.
Warnzeichen
Kein Preis ohne Verkaufsgespräch. Wer eine Zahl erst im persönlichen Termin nennt, kalkuliert nach Ihrer Zahlungsbereitschaft, nicht nach Aufwand.
Monatsraten ohne Endpreis. „Ab 49 Euro im Monat" über fünf Jahre ist selten günstig — und am Ende gehört Ihnen meist nichts davon.
Alles inklusive, unbegrenzt. Unbegrenzte Änderungen gibt es nicht. Entweder ist es nicht ernst gemeint, oder der Preis enthält bereits den Puffer dafür.
Keine Rückfragen. Wer ein Angebot legt, ohne Ihr Geschäft verstanden zu haben, legt ein Angebot für irgendjemanden.
Unser Fazit
Vergleichen Sie nicht Zahlen, sondern Umfänge. Das teurere Angebot ist manchmal das günstigere, sobald man dazurechnet, was im billigeren fehlt. Und stellen Sie die Frage, die sich erst nach dem Launch stellt: Was kostet es, wenn sich etwas ändert?