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Lohnen sich Google Ads für eine Praxis? So rechnen Sie es aus

Anzeigen bringen sofort Besucher — die Frage ist, ob sie sich tragen. Der Rechenweg, mit dem Sie das für Ihre eigene Praxis beantworten, bevor Sie Geld ausgeben.

3. September 20263 Min Lesezeit

Blatt mit einem Balkendiagramm, ein Balken hervorgehoben, daneben ein Füllfederhalter aus Messing.

Google Ads sind der schnellste Weg nach oben: Anzeige buchen, ab morgen sichtbar. Der Preis dafür ist, dass jeder Klick Geld kostet, auch der von jemandem, der nie anrufen wollte. Ob sich das trägt, lässt sich vorher ausrechnen — und zwar ohne Agentur.

Die vier Zahlen, die Sie brauchen

Was kostet ein Klick? Das hängt stark von Fach und Ort ab. Googles Keyword-Planer nennt Ihnen Spannen für Ihre Suchbegriffe, kostenlos und ohne laufende Kampagne.

Wie viele Klicks werden zur Anfrage? Das ist die Anfragequote Ihrer Landingseite. Bei lokalen Dienstleistern liegt sie erfahrungsgemäß im niedrigen einstelligen Prozentbereich — solange die Seite die Anzeige einlöst, auf die geklickt wurde.

Wie viele Anfragen werden Patienten? Das wissen Sie besser als jeder Berater. Zählen Sie eine Woche mit.

Was ist ein Patient wert? Nicht der erste Termin, sondern was über die Behandlungsdauer zusammenkommt.

Die Rechnung

Ein Beispiel zur Veranschaulichung, keine Zusicherung — setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein:

Kostet ein Klick 2 Euro und wird jeder fünfzigste Klick zur Anfrage, kostet eine Anfrage 100 Euro. Wird jede zweite Anfrage zum Patienten, kostet ein Patient 200 Euro. Ob sich das rechnet, hängt allein an der letzten Zahl: Liegt ein Patient darüber, tragen sich die Anzeigen. Liegt er darunter, nicht.

Genau deshalb ist die Frage „lohnen sich Ads?" ohne Ihre Zahlen nicht beantwortbar — und jeder, der sie Ihnen pauschal beantwortet, rät.

Die zwei Hebel, die wirklich zählen

Die Zielseite. Wer auf „Zahnarzt Notdienst" klickt und auf Ihrer Startseite landet, springt ab. Die Seite muss beantworten, wonach gesucht wurde — sonst zahlen Sie für Besucher, die sofort wieder gehen.

Die Ausschlüsse. Ohne ausgeschlossene Suchbegriffe zahlen Sie für „Zahnarzt Gehalt" und „Zahnarzt Ausbildung". Das ist der häufigste Grund, warum Kampagnen Geld verbrennen.

Was für Gesundheitsberufe zusätzlich gilt

Anzeigen sind Werbung, und damit greifen dieselben berufsrechtlichen Grenzen wie auf der Website: sachliche Information ja, Superlative und Heilungsversprechen nein. Ein Anzeigentext ist kurz, was die Versuchung erhöht, ihn zuzuspitzen — genau dort entstehen die Formulierungen, die standesrechtlich heikel werden.

Dazu kommt, dass Google für bestimmte Gesundheitsbereiche eigene Regeln und teils eine Zertifizierung verlangt. Beides klären Sie besser vor dem Kampagnenstart als danach.

Unser Fazit

Ads sind kein Ersatz für Sichtbarkeit, sondern ein Schalter: Geld rein, Besucher raus. Ob das ein gutes Geschäft ist, entscheidet nicht die Anzeige, sondern was danach passiert. Rechnen Sie es mit Ihren eigenen vier Zahlen durch, bevor Sie ein Budget festlegen.