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Welche Seiten braucht eine Firmen-Website? Der Struktur-Guide

29. Juni 20262 Min Lesezeit

Startseite, Leistungen, Team, Kontakt — und was noch? Welche Unterseiten eine Betriebs-Website wirklich braucht, was auf jede gehört und was Sie sich sparen können.

Mehr Seiten machen keine bessere Website — die richtige Struktur schon. Sie entscheidet, ob Besucher:innen in Sekunden finden, was sie suchen, und ob Google versteht, wofür Ihr Betrieb stehen soll. Hier ist der Bauplan, der sich für lokale Betriebe bewährt hat.

Das Fundament: fünf Seitentypen

1. Die Startseite ist Ihr Empfang. In wenigen Sekunden muss klar sein: Was bieten Sie an, für wen, in welcher Region — und was ist der nächste Schritt (anrufen, Termin buchen, anfragen)? Der häufigste Fehler: eine Begrüßungsprosa, die alles Mögliche sagt, nur nicht das.

2. Eine Seite pro Kernleistung. Das ist der wichtigste und meistübersehene Teil. Wer „Massage, Physiotherapie und Lymphdrainage" auf einer Sammelseite abhandelt, kann für keinen dieser Begriffe wirklich gefunden werden. Jede Leistung mit eigener Seite: was sie beinhaltet, für wen sie gedacht ist, wie der Ablauf aussieht, was sie kostet (oder wovon der Preis abhängt) — und häufige Fragen dazu.

3. Über uns / Team. Bei lokalen Betrieben und erst recht bei Gesundheitsberufen wird beim Menschen gekauft, nicht beim Logo. Echte Fotos, Namen, Qualifikationen, ein Satz zur Haltung. Diese Seite gehört zu den meistbesuchten fast jeder Betriebs-Website — behandeln Sie sie nicht als Pflichtübung.

4. Kontakt. Alle Wege auf einen Blick: Telefon (anklickbar), E-Mail, Adresse mit Anfahrt, Öffnungszeiten, Terminbuchung, Parkmöglichkeiten. Je weniger Hürden, desto mehr Anfragen.

5. Das rechtliche Fundament: Impressum und Datenschutzerklärung, von jeder Seite erreichbar. Keine Kür, sondern Pflicht.

Sinnvolle Ergänzungen — je nach Betrieb

  • Preise: Transparenz filtert die falschen Anfragen heraus und schafft Vertrauen bei den richtigen. Wo Fixpreise nicht möglich sind, helfen „ab"-Preise oder Beispielprojekte.
  • Referenzen / Projekte: Zeigen statt behaupten — mit echten Ergebnissen und, wo möglich, Stimmen von Kund:innen (mit deren Einverständnis).
  • Häufige Fragen: Eine gute FAQ-Seite entlastet das Telefon und beantwortet genau die Fragen, die Menschen auch bei Google stellen.
  • Ratgeber / Blog: Für Betriebe, die über die Suche wachsen wollen — jeder gute Beitrag ist eine zusätzliche Tür, durch die Suchende hereinkommen.

Was Sie sich sparen können

Eine „News"-Seite, deren letzter Eintrag drei Jahre alt ist, wirkt schlimmer als keine. Ebenso verzichtbar: Unterseiten für jede Kleinigkeit (sieben Wörter pro Seite helfen niemandem), Fotogalerien ohne Kontext und Download-Bereiche, die niemand pflegt. Faustregel: Jede Seite braucht einen Job. Hat sie keinen, weg damit.

Die Navigation: flach und ehrlich

Alles Wichtige in maximal zwei Klicks: eine Hauptnavigation mit fünf bis sieben Punkten, sprechende Bezeichnungen („Leistungen", nicht „Portfolio-Lösungen"), der wichtigste nächste Schritt — Termin oder Kontakt — dauerhaft sichtbar als Button.

Unser Fazit

Die beste Struktur ist die, die den Weg von der Suche zur Anfrage am kürzesten macht: eine klare Startseite, eine eigene Seite pro Leistung, ein menschliches Über-uns, ein hürdenfreier Kontakt. Alles Weitere ist Ausbau — gut, wenn es gepflegt wird, verzichtbar, wenn nicht.

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