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Website-Relaunch: Wann er sich lohnt — und was dabei oft schiefgeht

13. Juli 20262 Min Lesezeit

Nicht jede alte Website braucht einen Neustart, manche schon lange. Die ehrlichen Kriterien für einen Relaunch, typische Fehler und wie Rankings den Umzug überleben.

„Unsere Website ist von 2015, brauchen wir eine neue?" — vielleicht. Alter allein ist kein Grund: Eine schlichte Seite, die schnell lädt, aktuell ist und Anfragen bringt, darf alt sein. Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Seite ihren Job nicht mehr macht. Woran man das erkennt:

Die ehrlichen Relaunch-Kriterien

  • Mobil unbrauchbar. Der Großteil lokaler Suchanfragen kommt vom Handy. Wenn man auf Ihrer Seite zoomen und seitlich scrollen muss, verlieren Sie diese Besucher:innen.
  • Der Betrieb hat sich verändert, die Seite nicht. Alte Leistungen, ausgeschiedene Teammitglieder, Preise von vorvorgestern — eine Website, die spürbar veraltet ist, wirkt wie ein verstaubtes Schaufenster.
  • Keine Anfragen trotz Besuchern — oder gar keine Besucher, weil die Seite für keinen relevanten Suchbegriff sichtbar ist.
  • Technik am Ende: Ladezeiten jenseits von Gut und Böse, ein Content-Management-System ohne Updates (ein Sicherheitsrisiko), niemand traut sich mehr, etwas zu ändern.
  • Datenschutz-Baustellen, die sich im Altbau nicht mehr sauber beheben lassen.

Treffen zwei oder mehr Punkte zu, ist ein Neustart meist wirtschaftlicher als weiteres Flickwerk.

Renovieren oder neu bauen?

Nicht immer muss es der große Wurf sein. Sind Struktur und Technik gesund, reichen manchmal gezielte Eingriffe: neue Texte und Fotos, eine überarbeitete Startseite, technisches Aufräumen. Ein voller Relaunch ist dann sinnvoll, wenn das Fundament das Problem ist — Technik, Struktur oder Positionierung. Eine ehrliche Bestandsaufnahme vorab spart hier viel Geld: Was funktioniert nachweislich (und bleibt), was nicht (und geht)?

Der Fehler, der Relaunches am teuersten macht

Beim Relaunch ändern sich fast immer Web-Adressen einzelner Unterseiten. Wird das ignoriert, laufen alte Google-Treffer, gesetzte Links und Lesezeichen ins Leere — und mühsam aufgebaute Rankings sind weg. Die Lösung heißt Weiterleitungen: Jede alte Adresse leitet dauerhaft (per „301-Redirect") auf ihre neue Entsprechung. Das ist Handwerk, keine Kür, und gehört in jedes seriöse Relaunch-Angebot. Fragen Sie explizit danach — die Antwort verrät viel über die Sorgfalt des Anbieters.

Was noch häufig schiefgeht

  • Inhalte als Restposten: Das Design ist fertig, die Texte „kommen noch von uns" — und dann steht das Projekt monatelang. Texte gehören an den Anfang, nicht ans Ende.
  • Relaunch ohne Ziel: „Moderner aussehen" ist kein Ziel. „Mehr Anfragen für Leistung X" oder „im Bezirk gefunden werden" schon — daran lässt sich hinterher messen, ob sich der Relaunch gelohnt hat.
  • Niemand ist danach zuständig: Ohne geklärte Betreuung beginnt die Veralterung am Tag nach dem Launch von vorn.

Unser Fazit

Ein Relaunch ist dann gut investiert, wenn die alte Seite messbar ihren Job verfehlt — und wenn der Umzug handwerklich sauber passiert, mit Weiterleitungen, klaren Zielen und Texten, die vor dem Design da sind. Dann ist er keine Kosmetik, sondern eine Neuaufstellung des wichtigsten Vertriebskanals.

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