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Praxisumzug: Was mit Website, Google-Profil und Adresse passieren muss

Die neue Adresse steht auf der Tür — im Netz an einem Dutzend Stellen noch die alte. Die Reihenfolge, die verhindert, dass Patienten falsch hinfahren.

16. Juli 20263 Min Lesezeit

Umzugskarton, Messingschlüssel und ein Stadtplan mit Standortnadel als Sinnbild für den Praxisumzug.

Ein Umzug ist organisatorisch anstrengend genug, und die Online-Seite davon fällt meist hinten runter. Das Ergebnis merkt man erst, wenn die ersten Patienten vor der alten Tür stehen — oder wenn die Praxis in der Suche plötzlich schlechter gefunden wird.

Das Google-Unternehmensprofil zuerst

Es ist die wichtigste Adresse, die Sie haben — wichtiger als die Website, weil Karten, Routenplanung und der Anrufknopf daraus gespeist werden.

Ändern, nicht neu anlegen. Ein neues Profil verliert alle Bewertungen, die Sie über Jahre gesammelt haben. Bearbeiten Sie das bestehende und tragen Sie die neue Adresse ein. Rechnen Sie mit einer erneuten Verifizierung — planen Sie dafür Zeit ein, nicht den Umzugstag.

Zum richtigen Zeitpunkt. Erst umstellen, wenn Sie tatsächlich am neuen Ort sind. Sonst schickt Google Patienten in leere Räume.

Die Website

Die Adresse steht meist an mehr Stellen, als man denkt: Kontaktseite, Fußbereich, Impressum, Anfahrtsbeschreibung, vielleicht in einem Bild der Hausfassade und in der eingebetteten Karte.

Eine Anfahrtsseite mit Öffis, Parkmöglichkeit und einem Foto vom neuen Eingang nimmt beim ersten Besuch spürbar Unsicherheit. Und ein Hinweis auf der Startseite für die ersten Monate, der die neue Adresse samt Umzugsdatum nennt.

Alles Weitere

Alte Adressen verschwinden nicht von selbst. Gehen Sie durch: Branchenverzeichnisse, Fachverbände, Kassenverzeichnisse, Bewertungsportale, Ihre E-Mail-Signatur, Rezeptstempel, Terminkarten, Social-Media-Profile.

Ein praktischer Trick: Suchen Sie nach Ihrem Praxisnamen zusammen mit der alten Straße. Was dabei auftaucht, ist Ihre Liste.

Wenn sich auch die Domain ändert

Behalten Sie die alte Domain und leiten Sie jede einzelne Unterseite auf ihre neue Entsprechung weiter — nicht pauschal auf die Startseite. Sonst verlieren Sie Platzierungen, die Sie sich über Jahre erarbeitet haben. Und lassen Sie die alte Domain mindestens ein, besser zwei Jahre laufen.

Die Patienten selbst

Alles Digitale nützt nichts, wenn die Stammpatienten es nicht mitbekommen. Was sich bewährt hat: ein Aushang in der alten Ordination mindestens acht Wochen vorher, ein Hinweis auf jeder Terminkarte, die in dieser Zeit ausgegeben wird, und ein Schild an der alten Tür für die Monate danach.

Wer per E-Mail oder Post informiert, braucht eine saubere Grundlage für den Versand — bei Gesundheitsdaten ein Punkt, den man vorher klärt und nicht danach.

Unser Fazit

Fangen Sie beim Google-Profil an, arbeiten Sie sich über die Website zu den Verzeichnissen vor und setzen Sie sich drei Monate später eine Erinnerung, noch einmal zu suchen. Irgendwo steht dann garantiert noch die alte Adresse — meist an genau der Stelle, an die niemand gedacht hat.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte zu Ihrem konkreten Fall wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.