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Sichtbarkeit

Google Unternehmensprofil einrichten: Schritt für Schritt zum gepflegten Eintrag

17. August 20262 Min Lesezeit

Das Profil neben der Karte entscheidet oft vor dem ersten Website-Besuch. So legen Sie es korrekt an, vermeiden häufige Fehler und pflegen es mit wenig Aufwand.

Wenn jemand „Zahnarzt Baden" oder „Installateur Mödling" sucht, zeigt Google über den normalen Ergebnissen eine Karte mit drei Einträgen. Diese Einträge sind Google-Unternehmensprofile — und für lokale Betriebe oft der wichtigste einzelne Kontaktpunkt im Netz. Das Beste daran: Das Profil ist kostenlos.

Schritt 1: Profil anlegen oder übernehmen

Suchen Sie zuerst nach Ihrem Betriebsnamen. Oft existiert bereits ein automatisch erstellter Eintrag — den übernehmen Sie über „Inhaberschaft beanspruchen", statt einen Doppeleintrag anzulegen. Gibt es noch keinen, erstellen Sie ihn unter business.google.com. Google überprüft die Inhaberschaft, je nach Fall per Post, Telefon oder Video.

Schritt 2: Die Basisdaten — vollständig und überall gleich

  • Name: exakt der echte Betriebsname. Zusätze wie Suchbegriffe im Namen („Installateur Huber – Notdienst 24h billig") verstoßen gegen die Google-Richtlinien und riskieren eine Sperre des Profils.
  • Kategorie: die Hauptkategorie so spezifisch wie möglich („Physiotherapeut" statt „Gesundheit").
  • Adresse, Telefon, Öffnungszeiten: identisch mit den Angaben auf Ihrer Website. Widersprüchliche Angaben kosten Vertrauen — bei Google und bei Menschen.
  • Website-Link: direkt auf Ihre Seite, bei mehreren Standorten auf die jeweilige Standortseite.

Schritt 3: Das Profil zum Schaufenster machen

Fotos sind der meistunterschätzte Teil: Außenansicht (zum Wiedererkennen), Räume, Team. Echte Fotos wirken dabei deutlich stärker als Symbolbilder.

Leistungen und Beschreibung: Beschreiben Sie konkret, was Sie anbieten und für wen. Schreiben Sie für Menschen, nicht für Suchmaschinen — Schlagwortlisten liest niemand gern.

Fragen und Antworten: Sie dürfen häufige Fragen selbst einstellen und beantworten — Anfahrt, Parken, Kassenleistung, Terminvergabe.

Schritt 4: Bewertungen — der ehrliche Weg

Bitten Sie zufriedene Kundinnen und Kunden aktiv um eine Bewertung, am einfachsten per Link oder QR-Code. Wichtig: Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen sind nicht nur riskant fürs Profil, sondern können auch rechtlich problematisch sein — Finger weg. Antworten Sie auf Bewertungen, auch auf kritische: sachlich, freundlich, ohne Details über die betreffende Person preiszugeben. Wie Sie souverän mit Bewertungen umgehen, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Schritt 5: Dranbleiben — mit kleinem Aufwand

Ein Profil ist kein Einmal-Projekt. Es reicht aber wenig: Öffnungszeiten zu Feiertagen aktualisieren, alle paar Monate neue Fotos, auf Bewertungen reagieren. Ein gepflegtes Profil signalisiert Google und Suchenden dasselbe — diesen Betrieb gibt es wirklich, und er kümmert sich.

Unser Fazit

Das Google-Unternehmensprofil ist die günstigste Sichtbarkeits-Maßnahme, die es für lokale Betriebe gibt. Es ersetzt keine gute Website — aber es ist oft der erste Eindruck, und der lässt sich mit ein paar Stunden Sorgfalt deutlich verbessern.

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